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Babynestchen DIY ganz einfach – Eine Anleitung mit Bildern

27. April 2019

Babynestchen – ganz einfach und schnell genäht

Warum sind Babynestchen so sinnvoll? Ein Babynestchen gibt dem Baby das Gefühl, wie in Mama’s Bauch zu liegen. Es wird ringsherum eingekuschelt und es fühlt sich geborgen. Man kann das Nestchen zu Besuch bei Freunden oder Familie auf die Couch legen und muss keine Sorgen haben, dass das Baby herunterrollt.

Oder auch im Urlaub ist das Nestchen hilfreich. Oft gibt es keine Kinderbettchen, im Babynestchen kann man seinen kleinen Schatz auch im großen Bett schlafen lassen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass diese Nestchen nur für Säuglinge von 0 bis 4 Monate (höchstens 6) geeignet sind. Sobald die kleinen Mäuschen agil werden, sollte man das Baby nicht mehr ohne Aufsicht darin schlafen lassen.

Als ich in meinem Lieblingsstoffladen nach den geeigneten Stoffen gesucht habe, sind mir sofort die Richtigen ins Auge gefallen. Da meine Tochter ein Mädchen erwartet, sollte das Nestchen mit rosé-farbenen Stoffen genäht werden.

Foto 1: Die Wahl der Stoffe

Die Idee für ein Schnittmuster habe ich auf Pinterest von mehreren Blogs zusammengesucht und mein eigenes daraus entwickelt. Die grundsätzliche Inspiration habe ich von sewing4free.com.

Ich habe die Schnitte auf Schnittmusterpapier aufgezeichnet. Die dort angegebenen Maße ließen sich nach meiner Ansicht nicht so ganz umsetzen. Der innere Liegebereich empfand ich als zu schmal, so dass ich diesen verbreitert habe. Die äußere Umrandung hat eine Breite von 20 cm anstatt 15 cm.

Materialverbrauch für das Babynestchen:

1,20 m Außenstoff, bunt
1,20 m Innenstoff uni
0,50 m Innenstoff uni für Schrägband
0,70 m Oberstoff (hier Bärchen) für Bettlaken
0,70 m Unterstoff uni
0,70 m Molton für Bettlaken-Einlage
0,80 m Polstervlies (hier 2x aufeinanderlegen)
ca. 400 g Füllwatte
3 m Kordel

Das Zuschneiden

Zuerst habe ich mir sorgfältig notiert, welches Element welchen Stoff erhalten soll. Dann habe ich alle Schnittteile zugeschnitten. Zeichne dir unbedingt auf der Liegefläche den Rahmen der inneren Liegefläche ein, das benötigst du später, um die Matratze festzunähen.

Zusätzlich habe ich noch Schrägband in uni rosa hergestellt. Erst wollte ich welches kaufen, aber die Farbtöne waren mir dann doch zu unterschiedlich. Und meterweise Schrägband herzustellen geht schnell und einfach. Aber das erkläre ich einmal in einem anderen Beitrag.

Nimm für das Schrägband eine Breite von ca. 2 cm, sonst hast du Probleme, die Kordel durchzuziehen.

Das Nähen

Als erstes wird das Oberteil mit dem Unterteil verbunden. Dazu legst Du den Stoff rechts auf rechts (also die schöne Seite innen) und nähst an der äußeren Kante rundherum.  Lass den kompletten unteren Matratzenbereich sowie an den beiden Seitenwänden innen bis zur Hälfte die Naht offen, damit du hier später das Füllmaterial und das Polstervlies für die Matratze einsetzen kannst.

Falls du dein Label anbringen möchtest, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Denn nun wird das Schrägband aufgenäht. Fasse dabei dein Label mit in die Naht ein. Das Aufnähen des Schrägbandes ist ein bisschen knifflig durch den verbundenen Ober- und Unterstoff.

Foto 2: Das Schrägband anbringen

Als nächstes wird die Kordel durchgezogen. Das klappt gut mit einer Sicherheitsnadel. Sichere die Enden mit Tesafilm.

Foto 3: Die Kordel durchziehen

Nun schneide das Polstervlies entsprechend dem Liegebereich zu. Es sollte ringsherum etwas größer (ca. 2 cm an jeder Seite) sein, damit du das Vlies gut festnähen kannst. Dass im Außenrand nun etwas Überstand ist, macht nichts, da du ja den Außenrand auch noch mit Füllmaterial füllst. Setze das Polstervlies nun gleichmäßig ein. Du kannst das Polster auch mit großen Stichen mit der Hand fixieren, dann rutscht es beim Nähen nicht weg.

Foto 4: Polster einsetzen

Solltest du glückliche Besitzerin eines breiten Obertransportfußes sein, macht es Sinn, diesen einzusetzen. Das erleichtert ungemein das Annähen des Polsters. Ich hatte leider bei diesem Nestchen noch meine alte Nähmaschine, die zwar auch sehr gut ist, aber nicht so viel Zubehör hatte, wie meine jetzige Maschine. Und hier war ein Obertransportfuß dabei. Beim Festnähen mit diesem Fuß war ich sehr erstaunt, wie reibungslos das funktioniert.

Foto 5: Polster festnähen

Nähe nun genau auf deiner eingezeichneten Linie, fasse dabei auch den unteren Stoff sowie die Matratze mit.

Foto 6: Polster festgenäht

Nun wird das Außenpolster bzw. der Rand mit Füllwatte befüllt. Auch das ist etwas knifflig, alles richtig gleichmäßig zu verteilen und aufzupolstern. Wenn mann jedoch sorgfältig arbeitet, hat mein ein tolles Ergebnis.

Wenn alles gleichmäßig gefüllt ist, kannst Du die vorderen Nähte mit einem Matratzenstich, die Anleitung dazu findest zu hier, schließen.

Foto 7: Füllwatte einsetzen

Zum Schluss habe ich noch ein zusätzliches Bettlaken genäht, das mit Molton hinterlegt und waschbar ist. Hierzu schneidest du dir das Bettlaken 2 x im Stoff deiner Wahl zu und 1 x mit Moltonstoff. Ich habe bei diesem Nestchen den Moltonstoff nur in 3/4 der Höhe zugeschnitten und eingenäht. Bei meinem nächsten Nestchen habe ich das Bettlaken komplett mit Molton versehen.

Foto 8: Bettlaken zuschneiden

Lege die beiden Stofflagen des Lakens wieder rechts auf rechts aufeinander, anschließend folgt der Molton. Stecke die Teile gut zusammen und nähe außen einmal herum. Bitte hier unbedingt eine Öffnung zum Wenden lassen! Dann das Laken wenden und einmal außen komplett herum mit der Nähmaschine schließen. Nimm hierfür einen etwas größeren Stich, das sieht schöner aus!

Foto 9: Bettlaken nähen

Als letztes binde am Nestchen vorne nun noch die Kordeln zusammen und dann bist du fertig!

Ich habe das gleiche Babynestchen noch einmal in Erdtönen genäht. Das gefällt mir auch sehr gut.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachnähen!

Bis bald,

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